Zur Leistungsübertragung von Dieselmotoren zu den angetriebenen Aggregaten werden häufig Kardanwellen eingesetzt. Da jeder Dieselmotor Drehschwingungen erzeugt und jede Kardanwelle eine gewisse Drehelastizität besitzt, ergibt sich oft aufgrund der gegebenen Voraussetzungen im Betriebsbereich eine Resonanzdrehzahl. Dann ist mit erheblichen Problemen wie Geräuschen und der Zerstörung von Teilen des Antriebsstranges zu rechnen. Zumal Stahlfedern (die Kardanwelle ist in dem Fall eine Stahl-Drehfeder) fast ohne Dämpfung wirken, und somit in Resonanz eine extreme Vergrößerung der vom Motor angefachten Drehschwingung erfolgt. Dieses Problem kann durch die richtige Anordnung einer hochelastischen Vorschaltkupplung gelöst werden. Eine solche hat für den Antrieb zwei Vorteile:
1) Die Gesamtdrehelastizität aus Vorschaltkupplung und Kardanwelle wird so hoch, daß die gefährlichen Resonanzen auf niedrigere Drehzahlen unterhalb des Arbeitsbereiches verschoben werden.
2) Die elastische Vorschaltkupplung besitzt eine hohe Dämpfung, so daß auch bei geringer Resonanzentfernung die Wechseldrehmomente auf ein zulässiges Maß gedämpft werden, und daß vor allem beim Durchfahren der Resonanzen beim Hochlaufen des Motors keine unzulässig hohen Wechseldrehmomente auftreten.
Die CENTAX Kupplungen der Baureihe V als Vorschalt-kupplungen besitzen alle diese positiven Eigenschaften. Der Kraftfluß geht üblicherweise vom Motorschwungrad über einen Flansch auf das hochelastische Gummielement und von dort auf die innere Nabe, woran die Kardanwelle angeflanscht wird. An- und Abtriebsseite sind durch ein Gleitlager exakt zentriert, so daß guter Rundlauf gegeben ist. Das Gummielement ist außerdem in axialer Richtung vorge-spannt. Diese Vorspannung wird durch die Verschraubung an der inneren Nabe aufgebracht und über ein axiales Gleitlager aufgefangen.
Diese Druckvorspannung hat mehrere Vorteile:
• Die Haftung des Gummis zum Metall wird unterstützt.
• Die Dämpfung des Gummis wird erhöht.
• Bei Drehschwingungen, d.h. bei relativer Verdrehung von Antriebsseite der Kupplung zur Abtriebsseite tritt gleichzeitig auch eine Relativbewegung am axialen Gleitlager auf und damit eine beträchtliche zusätzliche Reibungsdämpfung.
• Die Kupplung kann aus der Kardanwelle kommende axiale Kräfte, sowohl Zug als auch Druck, aufneh-men.
• Lineare Kennlinie.
• Sicher dimensionierte elastische Elemente und Lagerungen.
• Innere Ventilation der Kupplung, dadurch gute Wärmeabfuhr, keine unzulässige Erwärmung des Gummielementes.
• Die radiale Lagerung liegt nahe an dem Kardangelenk, daher geringe Kippmomente.
• Vielseitige Bauformen und Bauarten, für jede Baugröße mehrere Schwungradanschlüsse nach SAE/DIN 6281 und mehrere verschiedene Kardananschlüsse.
• Günstige Leistungsabstufungen, unterschiedliche Drehsteifigkeiten.
• Auf Wunsch auch mit Abnahmezeugnis.
• Zulässiger maximaler Beugewinkel der Kardanwelle 9 Grad.
• Die Kupplungen sind wartungsfrei.
• Neben den Standardbauformen können wei-tere Bauformen für spezielle Schwungräder oder Kardanwellen geliefert werden.
• Preiswert und kurzfristig ab Lager lieferbar.
Baumaschinen: zwischen Dieselmotor und hydrodynamischem Wandler, Schaltgetriebe oder Pumpenverteilergetriebe, z.B. bei Dumpern, Gradern, Scrapern, Baggern, Kranen. Schiffsantriebe: zwischen Dieselmotor und Getriebe, Jet, Sterndrive, Z-drive oder V-drive. Lokomotiven:zwischen Motor und Wandler, Wandler und Achse, Motor und Kühlpumpe. Pumpenaggregate.